Zweckentfremdete TLDs
Vor allem sehr kleine und/oder arme Länder vermarkten ihre Domains, indem sie nicht nur ihre Vergabepolitik sehr liberal handhaben, sondern die Registrierung der Domains aktiv bewerben. Dabei entwickelt sich der Domainmarkt teilweise zu einem lukrativen Geschäft, indem die Registrierungsgebühren teilweise deutlich über die tatsächlich anfallenden Kosten gesetzt werden.
Das erste Land, das seine Domains frei registrieren ließ, war 1998 Tonga. Der Ansturm war gewaltig, denn zu dem Zeitpunkt waren gute Namen unter com schon lange nicht mehr ohne weiteres zu haben, und andere ccTLDs hatten zum Teil sehr strenge Registrierungsbedingungen. Außerdem ergaben sich durch die Endung .TO interessante Domainnamen, die sich sehr gut als Kurz-URLs nutzen ließen, wie come.to oder go.to.
Die wohl bekannteste fremdgenutzte ccTLD ist .TV, die als Television vermarktet wird. Dazu wurde eine eigene Firma DotTV gegründet, die die Domain vermarktet und an der der Staat Tuvalu Miteigentümer ist. Dieser Coup brachte dem Zwergstaat 50 Mio. $ auf einen Schlag und jährlich weitere 5 Mio. $; damit wurde unter anderem der Beitritt zu den Vereinten Nationen bezahlt. Tuvalu würdigt den Domainverkauf sogar mit einer eigenen Briefmarke. Tuvalus Regierung kaufte von dem Geld IT-Technik für die wichtigsten staatlichen Einrichtungen.
Auf ähnliche Weise wird die ccTLD von Mikronesien, .FM, häufig im Rundfunkbereich zweckentfremdet, wo die Abkürzung für "Frequenzmodulation" steht und als in diesem Bereich häufig verwendetes Verfahren oft mit dem Hörfunk assoziiert wird.
Auch andere Länder bzw. die Firmen, die deren TLDs vermarkten, versuchen einen Markt zu schaffen, indem Abkürzungen erfunden werden, die die Adresse in einen Kontext stellen sollen, der ursprünglich nicht gegeben war. So vermarktet eine Firma die Domain .LA als Domain für Los Angeles, was noch einsichtig erscheint; aber auch die Domain .WS (Samoa) wird als WebSite vermarktet, obwohl eine solche Abkürzung völlig ungebräuchlich ist.
Andererseits werden manchmal Abkürzungen regional zweckentfremdet, obwohl das den jeweiligen NICs vielleicht gar nicht bewusst ist. So wird zum Beispiel .BE (Belgien) für Bern verwendet, .BY (Weißrussland) für Bayern, .MS (Montserrat) für Münster in Westfalen, .PL (Polen) für Pfalz , .GL (Grönland) für Kanton Glarus und .SH (St. Helena) für Schleswig-Holstein und den Kanton Schaffhausen.
Auch die ccTLD .AG des Inselstaates Antigua und Barbuda wird vom Betreiber neben der vorgesehenen Verwendung gezielt für Firmen im deutschsprachigen Raum beworben, um deren Rechtsform einer Aktiengesellschaft (AG) zu verdeutlichen. Gleichzeitig verdeutlicht diese Domain die Unsicherheit, in die man sich begibt, wenn man eine "exotische" Domain registriert: Die gesamte Registry war wegen vermuteter Machtkämpfe um die TLD zwischen 1999 und 2000 nicht erreichbar.
Eine weitere Besonderheit stellt die ccTLD .TK (Tokelau) dar, Domains unter dieser Top-Level-Domain können kostenlos registriert werden und man erhält noch E-Mail-Adressen dazu. Bei dieser Form der Registrierung kann man die Domain nicht frei nutzen, sondern ist ausschließlich auf den Service des entsprechenden NICs angewiesen, der lediglich HTTP in Form einer Weiterleitung auf eine andere URL unterstützt. Wer andere Services nutzen will, muss die Domain auch bezahlen.
Das erste Land, das seine Domains frei registrieren ließ, war 1998 Tonga. Der Ansturm war gewaltig, denn zu dem Zeitpunkt waren gute Namen unter com schon lange nicht mehr ohne weiteres zu haben, und andere ccTLDs hatten zum Teil sehr strenge Registrierungsbedingungen. Außerdem ergaben sich durch die Endung .TO interessante Domainnamen, die sich sehr gut als Kurz-URLs nutzen ließen, wie come.to oder go.to.
Die wohl bekannteste fremdgenutzte ccTLD ist .TV, die als Television vermarktet wird. Dazu wurde eine eigene Firma DotTV gegründet, die die Domain vermarktet und an der der Staat Tuvalu Miteigentümer ist. Dieser Coup brachte dem Zwergstaat 50 Mio. $ auf einen Schlag und jährlich weitere 5 Mio. $; damit wurde unter anderem der Beitritt zu den Vereinten Nationen bezahlt. Tuvalu würdigt den Domainverkauf sogar mit einer eigenen Briefmarke. Tuvalus Regierung kaufte von dem Geld IT-Technik für die wichtigsten staatlichen Einrichtungen.
Auf ähnliche Weise wird die ccTLD von Mikronesien, .FM, häufig im Rundfunkbereich zweckentfremdet, wo die Abkürzung für "Frequenzmodulation" steht und als in diesem Bereich häufig verwendetes Verfahren oft mit dem Hörfunk assoziiert wird.
Auch andere Länder bzw. die Firmen, die deren TLDs vermarkten, versuchen einen Markt zu schaffen, indem Abkürzungen erfunden werden, die die Adresse in einen Kontext stellen sollen, der ursprünglich nicht gegeben war. So vermarktet eine Firma die Domain .LA als Domain für Los Angeles, was noch einsichtig erscheint; aber auch die Domain .WS (Samoa) wird als WebSite vermarktet, obwohl eine solche Abkürzung völlig ungebräuchlich ist.
Andererseits werden manchmal Abkürzungen regional zweckentfremdet, obwohl das den jeweiligen NICs vielleicht gar nicht bewusst ist. So wird zum Beispiel .BE (Belgien) für Bern verwendet, .BY (Weißrussland) für Bayern, .MS (Montserrat) für Münster in Westfalen, .PL (Polen) für Pfalz , .GL (Grönland) für Kanton Glarus und .SH (St. Helena) für Schleswig-Holstein und den Kanton Schaffhausen.
Auch die ccTLD .AG des Inselstaates Antigua und Barbuda wird vom Betreiber neben der vorgesehenen Verwendung gezielt für Firmen im deutschsprachigen Raum beworben, um deren Rechtsform einer Aktiengesellschaft (AG) zu verdeutlichen. Gleichzeitig verdeutlicht diese Domain die Unsicherheit, in die man sich begibt, wenn man eine "exotische" Domain registriert: Die gesamte Registry war wegen vermuteter Machtkämpfe um die TLD zwischen 1999 und 2000 nicht erreichbar.
Eine weitere Besonderheit stellt die ccTLD .TK (Tokelau) dar, Domains unter dieser Top-Level-Domain können kostenlos registriert werden und man erhält noch E-Mail-Adressen dazu. Bei dieser Form der Registrierung kann man die Domain nicht frei nutzen, sondern ist ausschließlich auf den Service des entsprechenden NICs angewiesen, der lediglich HTTP in Form einer Weiterleitung auf eine andere URL unterstützt. Wer andere Services nutzen will, muss die Domain auch bezahlen.
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Top-Level-Domainaus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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