DeutscheIDR – Service der besonderen Art
Autor: RA Florian Hitzelberger, 21.09.2007
Der Grundsatz, dass sich Preise vergleichen lohnt, gilt nicht nur offline, sondern auch in der Welt der Domains. Von einem ganz besonderen Domain-Preisservice berichtet aktuell das Online-Magazin gulli.com.
In dem von gulli.com beschriebenen Fall hatte sich die "Deutsche
Internet Domain Registrierung", kurz DeutscheIDR, mit einem
Handwerksbetrieb in Düsseldorf telefonisch in Verbindung gesetzt. Der
Betrieb hatte sich bereits seine .de-Domain gesichert, und bekam von
der DeutscheIDR angeboten, die passende .com-Domain zu registrieren.
Für diese sollte zunächst eine einmalige Einrichtungsgebühr in Höhe von
EUR 195,– fällig werden, darüber hinaus dann weitere EUR 20,– im Jahr
kosten. Dabei sei rasches Handeln gefragt, da sich bereits ein
Interessent für die .com-Adresse gemeldet habe, und man zunächst dem
Inhaber der .de-Domain die Möglichkeit geben wolle, die Domain zu
erhalten.
Über den Fall informiert, fragte gulli.com beim DeutscheIDR nach.
Man räumte zwar ein, dass es günstigere Angebote gäbe, jedoch im Preis
die Registrierungsgebühren, die Kosten der Domain für das erste Jahr,
der Support sowie eine Weiterleitung auf die vorhandene .de-Domain
eingeschlossen. Ferner wies man darauf hin, dass man mit EUR 20,– im
Jahr vergleichsweise günstig sei, wenn man an die Gebühren der
Direktregistrierung bei der DENIC eG denke; hier sind immerhin EUR 58,–
pro Jahr und Domain zu bezahlen. Die Inhaber bereits registrierter
Domains über die Pläne anderer potentieller Registrare zu informieren,
betrachte man laut gulli.com als besonderen Service.
Soweit derzeit ersichtlich, handelt es sich bei der Meldung von
gulli.com um einen Einzelfall. Für die Domain-Inhaber heisst es jedoch
einmal mehr, bei der Domain-Registrierung genau hinzusehen. So sind
beispielsweise .com-Domains schon für weniger als EUR 20,– verfügbar,
ohne dass eine zusätzliche Einrichtungsgebühr erhoben wird und ohne
dass auf besonderen Service verzichtet werden muss. Auch der Hinweis
auf DENICdirekt ändert daran wenig; war sind dort die Gebühren für
.de-Domains – .com-Domains bietet die DENIC nicht an – tatsächlich
teurer als sonst üblich; allerdings ist es auch gar nicht Aufgabe der
DENIC, .de-Domains den Endkunden möglichst günstig anzubieten, da eben
diese Aufgabe von ihren Genossen, den Registraren, übernommen werden
soll.
Mittlerweile haben sich bei domain-recht.de weitere Betroffene
gemeldet und die Art der »Akquise« bestätigt. Wie sich herausstellt,
bleiben die angebotenen Domains, für die angeblich von Dritter Seite
ein Registrierungsauftrag bestehen soll, frei. So können Betroffene,
wenn sie wirklich Interesse an den angebotenen Domains haben, diese in
der Regel problemlos selber, über den Domain-Provider ihres Vertrauens,
registrieren.
Quelle: http://www.domain-recht.de/magazin/article.php?id=667059

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