domainpredator.com – Profi-Tipps für Domainer
Autor: RA Daniel Dingeldey, 02.10.2007
Wie geht das eigentlich mit dem Domain-Handel? Für Außenstehende erscheint dieser Zeitvertreib ein undurchsichtiges, diffuses Etwas, das im Internet stattfindet. Domains parkt man, bis der Käufer kommt, oder man versteigert sie bei einer Auktion. Doch wie kommt man zu einem handelbaren Domain-Namen, wer ist der potentielle Kunde und wie macht man wirklich Geld als Domainer? Die Informationsseite domainpredator.com gibt 25 Tipps für erfolgreiches Domaining. Obs hilft?
Wie geht das eigentlich mit dem Domain-Handel? Für Außenstehende
erscheint dieser Zeitvertreib ein undurchsichtiges, diffuses Etwas, das
im Internet stattfindet. Domains parkt man, bis der Käufer kommt, oder
man versteigert sie bei einer Auktion. Doch wie kommt man zu einem
handelbaren Domain-Namen, wer ist der potentielle Kunde und wie macht
man wirklich Geld als Domainer? Die Informationsseite domainpredator.com gibt 25 Tipps für erfolgreiches Domaining. Obs hilft?
Unscheinbar sieht sie aus, die Website von domainpredator.com. Das
spricht für sie, doch bringt diese Bescheidenheit in der Form nicht
auch eine Bescheidenheit des Inhalts? Immerhin bietet die Seite 25
Tipps für erfolgreiches Domaining. Die hätte man in einer einfachen
übersichtlichen Datei unterbringen können, aber warum einfach, wenn es
auch unübersichtlich geht. In verschiedene Abschnitte eingeteilt und in
zahlreiche Unterabschnitte unterteilt, bekommt der Interessierte hier
Informationen über das Domaining.
So rät domainpredator.com, auf dem besten Weg zum erfolgreichen
Domainer müsse man frisch gekündigte Domains registrieren; sie haben
oft genug einen Pagerank. Um diesen wertsteigernden Charakter sich
zunutze zu machen, müsse man dann aber die Domain schnell abstoßen, ehe
der Pagerank mit dem nächsten Google-Update verschwindet. Und man soll
4-stellige Domains kaufen, von denen es noch zahlreiche freie Domains
geben soll. Die verkaufen sich gut, zumal wenn sie Akronyme sind. Es
gibt immer ein Unternehmen in der weiten Onlinewelt, welches das
Akronym nutzen kann. Solche Akronym-Domains sind bei wirklichen
Domainern nicht wirklich beliebt, weshalb, so domainpredator.com, man
sie Domainern günstig abkaufen kann, um sie dann viel-viel teurer an
den Endnutzer verkaufen zu können. Wie überhaupt die Endkunden immer
mehr bezahlen als Domainer. Ebenfalls interessant sind Keyword-Domains,
die man an Unternehmen verkauft, die bei Suchmaschinen entsprechende
Keywords gebucht haben.
Weiter geht man bei Domainpredator davon aus, dass man auf dem
Domain-Markt, der sich vom Finanzmarkt unterscheidet, in die Zukunft
blicken kann. Die Preise von Qualitätsdomains steigen, weil es immer
weniger werden: einmal an den Endnutzer verkauft, verschwindet eine
solche Domain vom Markt. Damit wird der Markt enger. Das alles findet
aber sprachübergreifend statt. Man sollte sich also nicht auf eine
Sprache wie Englisch oder Deutsch festlegen. Und die Preise dieser
Domains sind kommod: denn im nichtenglischen Markt werden Domains
überwiegend geparkt und nicht ein Geschäftsfeld darunter entwickelt,
welches für einen weitaus höheren Verkaufspreis sorgen würde. Dass
diese Märkte aber nicht schon massiv ausgelotet werden, scheint den
Autoren nicht bekannt zu sein. Ebenfalls empfiehlt man, in IDNs
(internationalisierte Domain-Namen) und da in chinesische, russische
und andere Nicht-ASCII-Code Domains zu investieren. Wenn man die
notwendige Begriffskompetenz hat, mag das gehen; andererseits braucht
man dann aber auch einen langen Atem, ehe man die Domains verkaufen
kann. Übrigens sind die gefragtesten Domains solche aus dem Bereichen
Akronym, Städtenamen, Vornamen, Umgebung und E-Commerce, meint
domainpredator.com. Soweit ein Blick in die 25 Tipps. Daneben bietet
die Seite ein brauchbares Glossar zum Thema und zahlreiche Links zu
weiteren Informationen.
Dass man aber nach Lektüre der Seiten plötzlich zum ordentlichen
Domainer wird und schnell ein Vermögen anhäuft, darf man besten
Gewissens bezweifeln. Unabdingbar für den Domainer sind Zeit,
Sitzfleisch, Hartnäckigkeit, Enthusiasmus und Schnelligkeit im
richtigen Moment. Domainer zu sein ist mehr als ein Vollzeitjob, das
wird nicht ganz klar auf domainpredator.com. Doch nichtsdestotrotz
erhält man weitestgehend einen brauchbaren Einblick in die Szene, und
das insbesondere aufgrund der zahlreichen Links wie zum Beispiel zu
Foren, in denen sich Domainer bewegen.
Quelle:
http://www.domain-recht.de/magazin/article.php?id=667066

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